Sunday, 8 April 2007





Doubtful Reputation (Syria)

When we entered Syria , but still not through customs, we were invited into the spacious office of a neatly dressed middle aged man wearing glasses, sitting behind a big desk in the middle of the room. He offered us a cup of tea and then proceeded to ask us about our travels. Repeatedly he returning to the same question: why on earth did a British and Swiss citizen want to travel from Georgia to Jordan and had no intention to return? Finally, almost reluctantly it seemed, he let us go and we were left in no doubt about the personification of the Syrian secret service. As we crossed the northern Syrian plains we passed amid the dozens of artificial hills dotting the countryside, often with a graveyard on top or the occasional Arab in his long flowing robe flapping in the wind searching the horizon for his sheep. After one of many breaks to take photographs we became aware of a car closely following us, stopping when we stopped. Clearly they were making attempt to hide their presence so at a filling station we decided to approach our escorts. Three heavily armed men climbed out their car to meet us. It was an awkward situation for everyone with no common language between us. Only later did we have it confirmed that they were there for our own protection, as a deterrent against hostage taking anti government groups operating in the remote north east region close to the Iraq border. It annoyed us that the gentleman who had questioned us at the border had not seen fit to inform us that we would have an escort. At a predetermined point along the road, as night fell, they pulled into the side of the road and left us to continue on alone. Syria has a bad reputation as destination for travels. A significant part of this reputation is unfounded, however due to its location and its policy towards its neighbours it is not a place to take lightly. For the most part we were made very welcome by a people not cynical towards or exhausted by mass tourism. Palmyra is the exception but elsewhere you get the feeling of originality, of something really different. Isolation comes about for a reason and one can only expect going by recent events that Syria is on the verge of momentous change in the coming years

From the diary of a journey from Tbilisi, Georgia, to Aqaba, Jordan, in April/May 2005;


Zweifelhafter Ruf (Syria)

Als wir nach Syrien einreisten, aber noch nicht durch den Zoll waren, wurden wir in ein grosses Büro eines auffällig korrekt gekleideten Herrn mit Brille eingeladen, der hinter einem grossen Pult in der Mitte des Zimmers Platz genommen hat. Er offerierte uns eine weitere Tasse Tee, und fing an, uns über unsere Reise auszufragen. Immer wieder kehrte er zur gleichen Frage zurück: Warum um Gottes Willen wollten ein Brite und eine Schweizerin von Georgien nach Jordanien reisen, ohne Absicht zurückzukehren? Schliesslich, und offensichtlich immer noch unbefriedigt, entliess er uns. Wir hatten keinen Zweifel mehr über die Personifizierung des syrischen Geheimdienstes. Als wir die nordsyrische Ebene durchquerten, fuhren wir an Dutzenden verstreuten künstlichen Hügeln vorbei, oft mit einem Friedhof oben drauf, oder einem Araber in seinem weiten Kleid, das im Wind flatterte, seine Schafe am Horizont suchend. Nach einem weiteren unserer unzähligen Photo-Stops konnten wir das weisse Auto, das uns stets folgte und immer an den gleichen Stellen anhielt, wirklich nicht mehr übersehen. Und an einer Tankstelle konnten wir es uns auch nicht mehr verkneifen, unsere Eskorte zu begrüssen, und drei schwer bewaffnete Männer stiegen aus dem Auto, um uns zu treffen. Es war eine eigenartige Situation, mit keiner gemeinsamen Sprache, um uns zu unterhalten, und unter den ängstlichen Augen der Tankstellenbesitzer. Erst später erfuhren wir, dass Eskorte vermutlich zu unserem eigenen Schutz vor Geiselnehmenden Gruppierungen, die im heiklen Nordosten des Landes in unmittelbarer Nähe des Iraks gegen die Regierung agieren, gesandt wurden. Letztlich blieb es uns aber unverständlich, weshalb der beflissene Herr am Zoll uns nicht darüber unterrichtet hatte. An einem offensichtlich vorbestimmten Punkt, als die Nacht hereinbrach, parkte das weisse Auto am Strassenrand und liess uns auf nimmer Wiedersehen alleine weiterziehen… Syrien hat einen schlechten Ruf als Reisedestination und Amerikaner sucht man in diesem Land vergeblich. Obschon die Lage des Landes und die Politik gegenüber den Nachbarländern Anlass zu grosser Sorge geben, wird der Ruf dem Land nicht gerecht. Von Syrierinnen und Syriern wurden wir – mit der Ausnahme der Oasenstadt Palmyra - mit einer genuinen und einzigartigen Gastfreundschaft empfangen, die davon zeugte, dass der Massentourismus Syrien noch nicht erreicht hat. Isolation hat ihren Preis, und man kann sich nur sorgen, dass aufgrund der jüngsten Ereignisse die Lage sich noch verschärfen könnte.

Aus dem Tagebuch einer Reise von Tbilisi, Georgien, nach Aqaba, Jordanien, im April/Mai 2005;

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