Sunday, 8 April 2007












The Bedouin Tent (Jordan)

Many Bedouins now live in houses in villages rather than in traditional tents dispersed across the desert. However despite having four walls around them the insides of their houses still resemble a tent, with almost no furniture. Life takes place on the floor as it would in a tent. Others still live in tents, but instead of being nomadic they are now semi static. All families now have a pick up truck with which to collect water. There are dromedaries tethered close to their tents and some goats corralled into pens. As the Bedouin population has increased so too has the concern over how sustainable their lifestyle is within the strict confines of the desert. It is the right of every Bedouin to have a flock of goats yet how many goats can the desert support. It is a delicate balance that affects nomadic peoples throughout the world. There is water to be found in the desert, hidden away in narrow deep fissures in the rocks, more often than not very difficult to get to. Comparing today’s water tanks with how livestock was watered in the past it is difficult to understand how Bedouins survived. We were fascinated by the Bedouin tents. They are huge structures. The cloth is goat hair of differing shades of brown woven in long panels the width of the weaving chair. They are then sewed together with huge stitches, suspended on thick wooden poles and tensioned with heavy guide ropes secured to iron pegs. The desert floor is covered with carpets, again two or three panels sewn together, although this time made of camel hair and more colourful, often in reds and yellows on a beige and black background. The winter tents are said to be big, whereas the summer tents are smaller so that a camel can carry them. Nomadic Bedouins still move every season to different grazing grounds, leaving behind quite a mess on their former camping spots. Whereas we take things inside every night, in case it rain, Bedouins in the desert leave their belongings under the night sky for months because rain is not something they need to be concerned about. In Bosra next to the ruins of the roman theatre we bought a Bedouin carpet. During negotiation the shopkeeper admitted frankly that he traded cheap modern carpets for them with Bedouins. Bedouins also want cellular phones and pick up trucks he added laughingly. Few if any traditional carpets are still being made; at some point in the future the cultural heritage of the Bedouins will be lost. When flying over Saudi Arabia from Amman to Dubai , we could still identify the Bedouin tents far below; little rectangles in the otherwise endless golden brown desert.

From the diary of a journey from Tbilisi, Georgia, to Aqaba, Jordan, in April/May 2005;

Das Bedouinen-Zelt (Jordanien)

Viele Bedouinen leben heute, statt in über die Wüste verstreuten Zelten, auch in Häusern, in Dörfern. Trotz der vier Wände ist das Innere dieser Häuser weitgehend wie in einem Zelt geblieben, es gibt kaum Möbel. Das Leben findet am Boden statt, genau wie in einem Zelt. Andere leben immer noch im Zelt, aber statt nomadisch zu leben, sind sie jetzt halbstationär. Viele Familien haben ein Pick up Auto um den Wassertank nachzuführen, und manche verladen ihre ganzen Herden in einen Sattelschlepper, um andere Weidegründe zu erreichen. Hinter dem Zelt ist ein Dromedar angebunden, und einige Ziegen sind in einem Verschlag am blöken. Mit dem Wachstum der Bedouinen Bevölkerung hat auch die Sorge um eine nachhaltige Nutzung der Wüste zugenommen. Es ist das Recht eines jeden Bedouinen, eine Ziegenherde so gross, wie die Wüste sie erträgt, zu haben. Eine delikate Balance, die nomadische Leute auf der ganzen Welt betrifft. Es gibt ein wenig Wasser in der Wüste, gut versteckt in oft kaum zugänglichen engen Felsspalten. Aber wenn man die heutigen mobilen Wassertanks vergleicht mit den Methoden, wie ursprünglich das Vieh der Bedouinen getränkt wurde, so wird man sich bewusst, wie radikal ihr Leben sich verändert hat. Wir waren fasziniert von den Bedouinen Zelten. Es sind riesige Strukturen. Das Plachen-Material ist aus Ziegenhaar in verschiedenen Brauntönen in langen Bahnen gewoben und mit riesigen Stichen zusammengenäht, an handgeschnitzten Holzpfählen aufgehängt und mit dicken Seilen und eisernen Heringen gespannt. Der Wüstenboden ist mit Teppichen, wiederum zwei oder drei Webbahnen zusammengenäht, bedeckt, diesmal aus Kamelhaar und farbiger, oft in rot und gelb auf beigem und schwarzen Hintergrund. Die Winterzelte sind grösser, während die Sommerzelte klein genug sind, dass ein Dromedar sie zusammengefaltet auf dem Rücken tragen kann. Nomadische Bedouinen wandern immer noch mehrmals pro Jahr weiter, auf ihren ehemaligen Campingplätzen eine ziemliche Unordnung hinterlassend. Während wir jede Nacht alles hereinnehmen, weil es ja regnen könnte, lassen Bedouinen in der Wüste ihre Dinge für Monate unter dem Himmel stehen und liegen, weil es ebenso lange nicht regnet. In Bosra neben den Ruinen des römischen Theaters haben wir einen Bedouinen Teppich gekauft. Im Laufe der Verhandlungen hat der Verkäufer freimütig zugegeben, dass er den Teppich gegen einen billigen modernen Teppich eingetauscht hätte. Bedouinen würden auch Handies und pick up Autos wollen, ergänzte er lachend. Es werden kaum mehr traditionelle Teppiche gewoben; Irgend einmal wird das kulturelle Erbe der Bedouinen ausverkauft sein, die Bedouinen werden aber weiter einen Weg finden, Bedouinen zu bleiben. Als wir von Amman über Saudi Arabien nach Dubai flogen, konnten wir noch immer die Bedouinen-Zelte tief unten erkennen; kleine Rechtecke wie Mini-Legosteine in der ansonsten endlosen Wüste.

Aus dem Tagebuch einer Reise von Tbilisi, Georgien, nach Aqaba, Jordanien, im April/Mai 2005;

No comments: